5 Zitate von Manuellsen und Fler, die #DerDiisch jetzt schon zum Klassiker machen

Ende des vergangenen Monats war es soweit: Rooz realisierte seine Formatidee #DerDiisch, die aus einer Idee Manuellsens entstanden war. Logisch, dass der dann auch Teil der ersten Ausgabe war. Eine Interview-Legende reichte Rooz allerdings nicht. Der Master of Realtalk Fler komplettierte die Runde. Ungefähr 150 Fans hatten das Glück, Tickets für das Event im Suttgarter Club Tonstudio ergattert zu haben. Sie wurden Teil einer ersten Ausgabe, in der Manu und Flizzy Entertainment vom Feinsten lieferten. Wir haben eine Auswahl von Zitaten zusammengestellt, die hängengeblieben sind:

Seinen Postboten habe ich gehasst.

Hass ist ein Begriff, mit dem viele Menschen sehr vorsichtig umgehen - insbesondere in der Öffentlichkeit. Manuellsen allerdings ist sich seines Gefühls gegenüber Bushido sehr sicher. Ungefähr ab Minute 27:00 des ersten Teils redet sich Manuellsen in Rage und macht klar, dass er alle Menschen in Bushidos Umfeld hasse. Wer sich in Bushidos Umfeld bewege, der sei sein Feind. Um auch den letzten Zweifel auszuräumen, was er vom egj-Boss hält, frontet er dann dessen Postboten. 

Manuellsen & Fler bei #DerDiisch: Beef, Rassimus, Bushido & Kontra K (Interview) - Teil 1

Fler und #Manuellsen an einem Tisch mit #Rooz. Aus Manus Idee in einem Interview mit Toxik ist jetzt tatsächlich ein neues Format geworden. In der ersten Ausgabe von #DerDiisch holt Rooz zwei Interview-Ikonen der Szene an einen Tisch - vor ausverkauftem Haus im Club Tonstudio in Stuttgart.

Ich beleidige seine Mutter, weil wenn ich seine Mutter beleidige, beleidige ich nur ihn oder maximal noch seine Mutter.

Manuellsen ist der Meister des Beleidigens. Als es um rassistische Beleidigungen geht, erklärt Manu, warum er jemanden niemals mit dem N-Wort oder ähnlichen Ausdrücken beleidigen würde. Die hohe Kunst der "smarten Beleidigung" eben: 

Manuellsen & Fler bei #DerDiisch: Beef, Rassimus, Bushido & Kontra K (Interview) - Teil 1

Fler und #Manuellsen an einem Tisch mit #Rooz. Aus Manus Idee in einem Interview mit Toxik ist jetzt tatsächlich ein neues Format geworden. In der ersten Ausgabe von #DerDiisch holt Rooz zwei Interview-Ikonen der Szene an einen Tisch - vor ausverkauftem Haus im Club Tonstudio in Stuttgart.

Ich wäre mit ihm zu zweit durch die Hölle gegangen.

Als Fler auf eine Fanfrage antwortet, die auf die Trennung zwischen Bushido und Arafat abzielt, wird Fler persönlich. Ab Minute 10:00 fängt er an zu erzählen, dass ihn das Thema berühre und berichtet über seine ehemalige Freundschaft zu Bushido. Dabei droppt er eben dieses Bekenntnis, auf das Bushido laut Fler aber scheinbar wenig gegeben habe. Bushido habe laut Fler die eigene Freundschaft ein Stück weit für die Musikindustrie und gewisse Verbindungen in Berlin aufgegeben. Das gemeinsame durch die Hölle gehen und gegen alle Widerstände zusammenhalten, das sei sein Verständnis von Freundschaft.

Manuellsen & Fler: Fanfragen zu Bushido, Arafat, Animus & echtem Rap (Interview) #DerDiisch - Teil 3

Die erste Runde unseres neuen Formats geht ins heiße Finale. #Fler und #Manuellsen stellen sich in Teil 3 von #DerDiisch den Fragen aus dem Publikum und reden sich teilweise richtig in ihren Modus. Besonders Bushido ist mal wieder ein Thema, aber auch Animus wird erneut angesprochen und auch um Ufo361 und Sido geht es.

Ich hasse clevere Menschen.

Auch dieses Zitat fällt im Zusammenhang mit Bushido, der eben "clever" gewesen sei. Bushido habe von Visionen gelebt, die Fler ihm geliefert habe. Dass er diese Visionen nicht angemeldet hatte, sei ihm zum Verhängnis geworden, da auch Eko ihn mit dem "meine Idee"-Ding verarscht habe. Im Endeffekt seien es aber seine Ideen gewesen, die entscheidend zum Erfolg Bushidos beitrugen. Aus Flers Sicht sind "clevere Menschen" die, die "immer nur klauen". Da macht ein Zitat, das aus dem Kontext gerissen wie typischer Flizzy-Realtalk klingt, plötzlich Sinn. 

Manuellsen & Fler: Fanfragen zu Bushido, Arafat, Animus & echtem Rap (Interview) #DerDiisch - Teil 3

Die erste Runde unseres neuen Formats geht ins heiße Finale. #Fler und #Manuellsen stellen sich in Teil 3 von #DerDiisch den Fragen aus dem Publikum und reden sich teilweise richtig in ihren Modus. Besonders Bushido ist mal wieder ein Thema, aber auch Animus wird erneut angesprochen und auch um Ufo361 und Sido geht es.

Ich kann nur gewinnen, wenn ich einen komplett neuen Sport aufmache: Interviews.

Einiges an Realtalk á la Fler wäre uns verwehrt geblieben, hätte der Maskulin-Boss nicht einen Marketingmove der Extraklasse gemacht. Auf die Frage, wie er auf Disses wie die Karotten-Story reagiere, wenn er sie alleine sieht, hat Fler eine gute Antwort in petto. Ihm sei schnell klar gewesen, dass Kolle und Farid im Beef und Battle-Sport einfach besser sind. Als seine Reaktionen auf Twitter immer nur zu noch mehr Spott geführt hätten, sei ihm klar geworden, dass er nur mit einer neuen Strategie eine Chance habe. Diese neue Strategie aus Interviews mit Realtalk - einem Gebiet, auf dem der Flizzmaster heute als absolute Koryphäe bekannt ist. Ohne diesen marketingtechnischen Geniestreich wäre eine Menge Hiphop-Historie der vergangenen Jahre nicht geschehen und viele Stunden bestes Entertainment wären uns entgangen. Glück gehabt.

Manuellsen & Fler: Fanfragen zu Bushido, Arafat, Animus & echtem Rap (Interview) #DerDiisch - Teil 3

Die erste Runde unseres neuen Formats geht ins heiße Finale. #Fler und #Manuellsen stellen sich in Teil 3 von #DerDiisch den Fragen aus dem Publikum und reden sich teilweise richtig in ihren Modus. Besonders Bushido ist mal wieder ein Thema, aber auch Animus wird erneut angesprochen und auch um Ufo361 und Sido geht es.

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Kommentare

Warum haben sich plötzlich alle lieb?

Fler spreaded love, egal in welchem Interview. Besonders handzahm gibt er sich dabei in Anwesenheit seines Best Friends Rooz. Ihm ist er einiges schuldig. Rooz ist es schließlich, der die Dates mit Flizzys ehemaligen Erzfeinden Farid Bang und Manuellsen arrangiert und somit innerhalb weniger Monate jahrelange Beefs beigelegt hat. Der Moderationskunst von Rooz und vorherigen Absprachen ist es auch zu verdanken, dass bei den öffentlichen Auftritten heikle Diskussionen ausbleiben. Vor allem Manuellsen muss sich zusammenreißen, wenn Fler von Azad schwärmt. Schließlich hat Azad ihm erst kürzlich Animus „weggeschnappt“ und unter seinen Schutz gestellt. Auch Fler muss auf seine hitzköpfigen Worte achten, zum Beispiel wenn Manuellsen seine übergroße Bewunderung zu Kollegah darlegt.
Parallel dazu trennt sich Bushido von Arafat und wird einen erneuten Anlauf nehmen, um sich als charmanter Berlin-Celebrity ins Spiel zu bringen. Und dieses Mal ohne dass ihm alles durch die kriminellen Machenschaften seines Managers kaputt gemacht wird. Neben Frau Ferichi wird auch Shindy Bushido nachdrücklich verdeutlicht haben, dass der ganze Crime-Gangsta-Beef-Film nicht mehr zeitgemäß ist. Nur der langjährige Deutschrap-Fan fragt sich etwas enttäuscht: Warum? Es war doch so erfolgreich und vor allem so spannend und unterhaltsam.
Die Antwort liefert wiederum Fler. Nur noch 5.000 Boxen habe er für sein neues Album produzieren lassen für seine Hardcore-Fanbase. Er will ihnen etwas Gutes tun und hat einen Logitech-Speaker für 20 Euro hineingepackt. Leider ausnahmsweise eine schlechte Idee von seinem Freund Rooz. Denn dies hat einen besseren Chart-Einstieg verhindert, ihn Geld gekostet und ist bei seinen Hardcore-Fans gar nicht so gut angekommen wie erhofft. In Flers Gesicht sieht man, dass er auf das Boxen-Game mit den unnötigen CDs keine Lust mehr hat. Zu viel Aufwand für zu wenig Nutzen.
Diese Denkweise ist längst Konsens. Denn allgemein gilt das Umsorgen einer Hardcore-Fanbase nicht mehr als das vorrangige Ziel. Es geht nicht mehr darum, den jungen Leuten einzutrichtern: „Kauf meine Box, sie ist viel besser als die von XY. Und die Box von Z geht gar nicht, weil der hat eine Mutter, die auf den Strich geht.“
In der heutigen Zeit der Streams, Views und Clicks wissen Industrie und Künstler, dass Deutschrap-Fans keinem Künstler exklusiv treu sind. Nach einem Lied von Kontra K kommt eines von der KMN Gang. Dann kommt ein Lied von JBG3 und dann vielleicht Bausa. Playlists statt Alben hören die Deutschrapfans. Abwechslung statt Gleichmäßigkeit. Die Künstler werden nach der Anzahl ihrer Hörer von den Diensten bezahlt. Ob diese Hörer ansonsten die Erzfeinde oder gerne Böhse Onkelz hören, ist absolut egal. Wichtig ist, dass man keine Hörergruppe verschreckt oder verärgert.
Deshalb haben sich in 2018 (Gott sei Dank und InsAllah) alle Rapper ganz doll lieb!

Dazu ist Deutschrap 2018 also verkommen. Die angeblich so neutrale Plattform hiphop.de gibt zwei Künstlern hier eine Plattform, sich an einen Tisch zu setzen und zu lästern wie die Waschweiber. Hat Manuellsen eigentlich jemals einen einzigen für Deutschrap relevanten Song herausgebracht? Oder besteht seine Aufgabe einzig und alleine darin, über andere Künstler zu reden? Und der hibbelige, kleinwüchsige Moderator von euch supportet das auch noch.

Deutschrap muss gewaltig aufpassen, in welche Richtung sich das alles entwickelt. Wenn die Relevanz von Künstlern nur noch darin besteht, zu schwätzen, wird das Spiel bald ausgespielt sein.

stimmt alles, was du sagst. wenn sich hiphop_de aber auf musik und ein wenig kultur dahinter konzentrieren würde, hätte man zwar eine gute website, aber kein geld in der kasse. genau wie social media platformen wird hier hass als währung begriffen, das geld allem vorangestellt. die kultur und kunst juckt schon lange nicht mehr.

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Der Echo & "JGB 3": Manuellsen und PA Sports geben Statements ab

Der Echo & "JGB 3": Manuellsen und PA Sports geben Statements ab

Von David Molke am 16.04.2018 - 17:15

UPDATE: Mittlerweile hat sich der nächste Echo-Gewinner von der Preisverleihung distanziert. Klaus Voormann, der als "Fünfter Beatle" gilt und mit dem Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, gibt den Preis zurück. Wie unter anderem Spiegel Online berichtet, erklärt er, der Preis habe "sich als große Enttäuschung entpuppt". Nach reiflicher Überlegung und der Auseinandersetzung mit "JBG 3" sei er zu diesem Schluss gekommen. Die Grenze zu menschenverachtenden, frauenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und gewaltverherrlichenden Äußerungen und Taten dürfe nicht überschritten werden.

"Was muss passieren, dass ein Echo-Ethikrat Konsequenzen ergreift und eine Nominierung trotz Megaumsätzen eines Albums aus ethischen Gründen ablehnt?"

Ursprüngliche Meldung:

Zum Echo, der Farid Bang-Line auf "JBG 3" und dem ganzen Rest haben sich mittlerweile selbst die AfD sowie die Geissens geäußert. Die "Nachwuchskünstler des Jahres"-Gewinner beim Echo Klassik 2017 (das Notos Quartett) wollen ihren Preis jetzt sogar zurückgeben. Aber auch aus der Rapwelt trudeln immer noch neue Statements ein, zuletzt von Ben Salomo. Jetzt äußern sich auch PA Sports und Manuellsen zum Echo 2018.

Manuellsen gibt zu Protokoll, dass Verbote und der Index noch nie eine Lösung gebracht hätten. Hiphop sei nun mal die Musikrichtung, in der sich aktuelle Missstände der Gesellschaft am ehrlichsten und authentischsten spiegeln "sollten".

Manuellsen

In dieser musikbranche ist denken was man sagt, besser als sagen was man denkt, egal ob recht oder unrecht, wobei hiphop doch die ehrlichste und authentischste form der musik sein „sollte" !!! Die...

PA Sports regt sich über das Notos Quartett auf und kommt zu dem Schluss, dass Rap in weiten Teilen der Gesellschaft einfach nicht gern gesehen sei.

"Ob bei 'JBG 3', ob bei der 187 Strassenbande, ob vor einigen Jahren bei einem Bushido ... Immer wieder probieren irgendwelche Menschen, die mit unserer Kultur nichts am Hut haben, unsere Inhalte zu analysieren, um uns an den Pranger zu stellen. Aber nicht, weil es hier wirklich um den Inhalt geht, sondern einfach nur, weil euch die Attitüde von dem, was wir verkörpern, nicht passt."

Pa Sports

So ... Ich hab mich die ganze Zeit zu nichts geäußert weil ich nicht der 140. sein wollte der auf den Echo-Zug aufspringen muss, um IRGENDEINE Meinung kund zu tun und ich denke auch nicht, dass das...

In dem Facebook-Statement des Notos Quartetts heißt es unter anderem:

"Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar. Über die Entscheidung der Verantwortlichen, antisemitisches und menschenverachtendes Gedankengut sowie die Verhöhnung von Opfern des Holocaust mit einem Preis zu würdigen, sind wir zutiefst erschüttert. Daher möchten wir uns von unserer Auszeichnung mit dem ECHO entschieden distanzieren und geben hiermit den Preis zurück."

Notos Quartett

Die Auszeichnung mit dem ECHO KLASSIK 2017 als Nachwuchskünstler des Jahres hatte uns sehr gefreut. Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands....

Ben Salomo will sich aus der deutschen Rapszene zurückziehen

Ben Salomo äußert sich in einem neuen Interview mit der Berliner Morgenpost zur aktuellen Antisemitismus-Debatte. Der "Rap am Mittwoch"-Organisator gibt dabei bekannt, dass er sich aus der deutschen Rapszene zurückziehen will. Das habe unter anderem den Grund, dass er sich als Jude in der deutschen Rapszene nicht mehr wohl fühle.

Empörung über Preis für Kollegah & Farid Bang: ECHO-Veranstalter zieht Konsequenzen

Die diesjährige ECHO-Verleihung stand ganz im Zeichen von Kollegah und Farid Bang - und der Empörung vieler, die die beiden für nicht preiswürdig hielten. Nachdem das "JBG"-Team vergangenen Donnerstag schließlich ausgezeichnet wurde und noch während der Veranstaltung mit Toten Hosen-Sänger Campino aneinander geriet, kündigte der Bundesverband Musikindustrie nun Konsequenzen an.


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