Was letzte Woche lief: 7 Songs, die du gehört haben solltest

Während die Urlaubs- und Ferienzeit hierzulande bei den meisten langsam aber sicher dem Ende entgegen geht, releast die Rapwelt einfach immer weiter. Und wie jede Woche haben wir uns für euch durch den musikalischen Output der vergangenen Woche gehört und präsentieren eine ganz subejektive Auswahl. Gern geschehen!

TRETTMANN - GRAUER BETON (prod. KITSCHKRIEG)

ALBUM VORBESTELLEN: http://geni.us/TrettmannDIY SHOP: http://bit.ly/1tmBLg1 STREAM: http://phonofile.link/diy Regie: °awhodat° Kamera: Dominik Klappert Compositing / CC : Andreas Melcher Darsteller: Juri ( https://www.instagram.com/juri_theboxer ) Mastered by SoulForce Mastering: mastering@soul-force.com Cover Artwork und Photos: °awhodat° (KitschKrieg) Ich geh auf Tour, wer kommt ? 03.10. München, Ampere 04.10. Nürnberg, Z-Bau 05.10. Frankfurt, Zoom 06.10.

In einem Monat erscheint Trettmanns Album #DIY. Nun gibt es die zweite Singleauskopplung Grauer Beton zu hören, auf der Tretti sich seinem früheren Leben in der Platte widmet. Das passende Video kommt von awhodat und der Sound natürlich von Kitschkrieg. Geht übertrieben gut rein!

Bei dem Sound muss man sich auf den 29. September freuen, an dem Trettmanns Album #DIY erscheint.

Savas & Sido - Normale Leute feat. Marteria (prod. by Smoove)

Savas & Sido feat. Marteria "Normale Leute" (produziert von Smoove) aus dem Album „Royal Bunker", VÖ: 29.09.2017!

Auf den 29. September freuen sich natürlich auch alle Kool Savas & Sido-Fans. Schließlich releasen auch die beiden Altmeister Ende September.

Doch letzte Woche haben sie erstmal eine weitere Single samt Video zum Album präsentiert. Auf dem Track Normale Leute haben sich Savas & Sido Verstärkung geholt: Marteria rappt einen Part auf dem Track, der Geschichten aus dem Leben der drei Rapper erzählt und von Smoove produziert ist.

CAPO - Totentanz (prod. von Jimmy Torrio, SOTT & ZEEKO) [Official HD Video]

"ALLES AUF ROT" HIER KAUFEN / STREAMEN: http://wmg.click/Capo_AllesAufRotAY Abonniert den Kanal um nichts zu verpassen und folgt mir auf Facebook.

Capos Album Alles auf Rot ist bereits im Juli erschienen. Dementsprechend ist der Track Totentanz den Capo-Fans wohl schon bekannt.

Doch vergangene Woche hat der Azzlackz-Künstler ein passendes Video zu dem sehr persönlichen Track Totentanz rausgehauen. Der Song ist produziert von Jimmy Torrio und Zecko.

Wer Alles auf Rot noch nicht gehört hat, der wird spätestens nach diesem Track neugierig. Unbedingte Empfehlung!

Money Boy - Mayweather (Offizielles Musikvideo)

►YSL Know Plug Channel abonnieren: http://ytb.li/YSLKnowPlug „Alles ist Designer" kaufen: http://yslknowplug.fty.li/AllesIstDesigner http://www.gloupdinerogang.com Video by Iconographic Prod.

Auch von Money Boy gab es vergangene Woche mal wieder neuen Sound. Mit dem Track Mayweather hat der Boi Riecher bewiesen und auf den Gewinner des Millionenfights gesetzt.

Im dazugehörigen Video, das Iconographic prouziert hat, flowt die rappende Gucci-Frisur aus Österreich gewohnt swaggy über die Beats von Akachi. Für solche Tracks verehrt das Movement den Boi. Glo up Dinero Gang!

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#DIY
Datum: 2017-09-29
Verkaufsrang: 448
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Zurück in die Zukunft: Deutschrap steckt im 80er Film

Zurück in die Zukunft: Deutschrap steckt im 80er Film

Von Michael Rubach am 16.02.2018 - 12:08

Der Film "Zurück in die Zukunft" ist ein absoluter Klassiker. Der legendäre Titel scheint darüber hinaus auch immer öfter das Motto im Deutschrap zu sein. Viele Künstler blicken musikalisch mindestens dreißig Jahre in den Rückspiegel, um ihr Soundbild voranzubringen. Stagnation gilt schließlich als die kreative Bankrotterklärung.

Ob Chartüberflieger oder Untergrund – an allen Ecken blitzen die Achtziger hervor. Synthesizer-Ausflüge, übergefühlige Gitarreneinsätze oder kühle Elektroexperimente drängen in so manchen Songs nach vorne. Retro ist schick und die Sounds so unterschiedlich wie die Rapper, die sie für sich entdeckt haben. Also Augen auf! Es könnte bald noch viel mehr aus dieser Richtung kommen.

Capo ft. Nimo – Lambo Diablo GT

Allein dass der Song des Jahres unserer Hiphop.de-Awards über den Achtziger-Film funktioniert, zeigt wie sehr diese Ästhetik schon im Hier und Jetzt angekommen ist. Capo und Nimo fahren den "Lambo Diablo GT" und pumpen das Miami-Feeling in die Welt hinaus. Zwischen alten Spielhallenautomaten und Schnauzbärten fühlt sich der Beat des Dreiergespanns SOTT, Veteran und Zeeko hörbar wohl. Eine Neuauflage des überaus erfolgreichen Rezepts gab es bereits in "Mon Cheri". Auch hier: süße Harmonien, glitzernde Romantik, Kitsch und Glamour. Willkommen in einem verruchten Jahrzehnt!

Bausa – FML

Einer, der sogar vor seinem Soundentwurf warnt, ist Bausa. Sein Musikvideo zu "FML" sei laut Einleitungshinweis kein Rap mehr. Nach Deutschraps größtem Single-Erfolg aller Zeiten "Was du Liebe nennst" legte er keinen Track gleicher Machart nach. Der Baui hat seinen eigenen Kopf und der hat Bock auf abgefahrene Gitarren und epische Saxophonsoli in verrauchten Clubs. Auf dem passenden Tape "Powerbausa" ist sowieso jeder Stil zu Hause. Da erinnert das Cover an ein Metalalbum und die Trap-Nummer "Unterwegs" mit Capital Bra an düsterste Ecken der Großstädte. Das geht alles im Baui-Universum und dazu zählt auch die Stilbandbreite, die in Zeiten zurückreicht, in denen viele Fans noch nicht geboren waren. Dafür muss der Hörer bereit sein.

Haiyti – Serienmodell

Für die Musik von Haiyti auf "Montenegro Zero" muss der Konsument ebenso eine Zeitreise in Kauf nehmen. Die Kitschkrieg-Produktionen bieten der Hamburgerin die Bühne für allerlei Spielerein, die an die Neue Deutsche Welle erinnern. Dabei fällt ein Track wie "Serienmodell" besonders auf, der ein wenig die Pionierarbeit von Kraftwerk auf dem Feld der elektronischen Musik durchschimmern lässt (auch wenn Haiyti um einiges melodischer vorgeht). Das gefühlte "Future-Déjà-vu" der Platte berappt die Querdenkerin selbst in "Sunny Driveby". Diese Wortschöpfung gibt zumindest eine ungefähre Definition ihres Sounds, der wie die Künstlerin trotzdem nur bedingt greifbar bleibt.

Cro – Unendlichkeit

Wann legt er endlich seine Maske ab? Darum kreist seit Jahren sehr viel mediale Aufmerksamkeit, wenn es um Cro geht. Was der Chimperator-King bereits abgelegt hat, sind irgendwelche musikalischen Scheuklappen. Die Hook seines Hits "Unendlichkeit" könnte ohne weiteres von der norwegischen Pop-Band a-ha stammen. Inwiefern genau das Werk des "Take on me"-Trios auf die Platte "Tru." eingewirkt hat, ist nicht überliefert. Die Höhen und die Melodik des Refrains hätten aber genauso in die Diskografie der erfolgreichen Band um Morten Harket gepasst.

Love Hotel Band – Diamant

Yung Hurn macht sowieso, was er will. Daher wirkt es total logisch, dass er schon in den Achtzigern gewildert hat. Sein Projekt um die Love Hotel Band mag zwar ironisch rüberkommen, aber trifft dennoch mit der Komposition aus Ton und Bild voll ins Schwarze. Die auffällig verschmuste Show-Band lässt bei "Diamant" kaum Stilwünsche offen und sprengt auch durch die schauspielerischen Einlagen jede Emotionsskala (Lars Eidinger weiß, dass er gemeint ist). Das, was die Jungs abziehen, ist unangepasst und transportiert gleichzeitig unaufgeregt den Swagga von vor 30 Jahren.

KaynBock – Knarre

Eher unter dem Radar agiert KaynBock. Vielleicht war er seiner Zeit einfach ein Stück voraus, als er 2016 die EP "Herzscherz" droppte. Die Songs, die Frisur, die Videokonzepte – alles atmet den Geist der Achtziger. Wenn es nicht daneben stehen würde, wäre es schwer zu glauben, dass unter anderem Joshimixu für diesen Flash verantwortlich ist. Der von ihm produzierte Vorabtrack "Knarre" machte allzu deutlich, wie es funktioniert, einen stimmigen Vibe einzufangen. KaynBock, der als Member der fast schon legendären neuen Reimgeneration auf der größeren Bühne auftauchte, meint es definitiv ernst. Das ist wie eine gute Magnum-Folge und das ist exakt der Spirit, der heute bereits so gut funktioniert.


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