Laas Unltd. bei EGJ: Wie erfolgreich Bushidos Signings bisher waren

Laas Unltd. steht jetzt bei Bushidos Label Ersguterjunge (EGJ) unter Vertrag, wie die beiden bei einem Konzert endgültig und eindeutig klargemacht haben. Mittlerweile gibt es dazu auch ein Statement von Bushido. Jetzt beschäftigt viele Fans die Frage, was sie von dem Deal halten sollen (sag uns hier deine Meinung) und was da wohl in Zukunft auf sie zukommt.

Um erahnen zu können, wie gut die Chancen von Laas Unltd. bei EGJ stehen, jetzt endlich die verdienten Früchte seiner harten Arbeit zu ernten, werfen wir einen Blick auf die Künstler des Labels. Wir schauen uns genauer an, wie erfolgreich sich die von Bushido gesignten Rapper geschlagen haben.

Der Erfolg lässt sich am einfachsten und sichersten anhand harter Fakten und Zahlen bemessen. Dabei kommt natürlich das Standing der Künstler in der Rap-Szene zu kurz, das ist klar. Auch Chartpositionen sagen selbstverständlich nur begrenzt etwas über absolute Verkaufszahlen und Erfolg aus – aber sie bleiben trotzdem ein guter Anhaltspunkt.

Die letzten Zweifel beseitigt: Bushido rappt, dass er Laas Unltd. gesignt hat

Bushido weiß schon ziemlich genau, wie er mit seinen Fans spielen kann. Letzten Mittwoch ließ ein Foto bereits vermuten...

D-Bo, der gemeinsam mit Bushido das Label Ersguterjunge ins Leben gerufen hat, schaffte es zum Beispiel mit zwei von seinen vier Releases unter EGJ in die Charts: Seelenblut landete 2006 auf Platz 59 der Album-Charts und Sans Souci stieg 2007 auf Platz 64 ein.

Baba Saads erstes Release über EGJ war direkt Carlo Cokxxx N*tten II, das Kollaboalbum mit Bushido. Damit konnten die zwei Rapper auf Platz drei der offiziellen deutschen Album-Charts landen, in Österreich schafften sie es auf Platz 22.

Anschließend ging es stabil weiter für Baba Saad: 2006 veröffentlichte er Das Leben ist Saad und stieg damit auf Platz 15 in die Charts ein. Der Nachfolger Saadcore erreichte dann sogar Platz neun, sollte aber trotzdem Saads letztes Album bei EGJ bleiben.

Weiter gehts auf den nächsten Seiten, unter anderem natürlich mit Fler und Shindy:

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Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Welcher Rapper am häufigsten über die Polizei rappt

Von David Molke am 11.12.2017 - 16:31

Die Polizei will ja eigentlich dein Freund und Helfer sein. Leider funktioniert das aber oft nicht so richtig gut. Von Racial Profiling, Polizeigewalt und Willkür ganz abgesehen. Kein Wunder also, dass auch viele Rapper ihre Frustration gegenüber den Ordnungshütern zum Ausdruck bringen. Manch einer lobt die Beamten sogar, auch wenn das die Ausnahme bleibt: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass am häufigsten die abwertenden Synonyme "Bulle" oder "Bullerei" genutzt werden, wenn über die Polizei gerappt wird.

Der Kriminologe und Betreiber des Criminologia-Blogs Prof. Dr. Christian Wickert untersucht im ersten Teil der Studie Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik insgesamt 3.363 Raptexte. Dazu wurden alle Tracks von allen 236 deutschsprachigen Rap-Alben untersucht, die zwischen März 2015 und Dezember 2016 in den offiziellen deutschen Hiphop-Charts gelistet waren. Das schränkt das Ganze natürlich ziemlich ein.

Fast ein Viertel der Texte (22,33 %) drehe sich zumindest teilweise um die Polizei, und zwar meistens kritisch bis beleidigend:

"Besonders auffällig ist die häufige Verwendung der negativ konnotierten Bezeichnung 'Bulle', die nahezu ein Drittel aller Verweise ausmacht und somit deutlich präsenter ist, als die Bezeichnung 'Polizei' bzw. 'Polizist', die zusammengenommen ein Viertel an allen Nennungen ausmachen. Ein weiteres Fünftel entfällt auf die englischsprachigen Bezeichnungen 'Cop' und 'Police'."


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Der Begriff "Daule" fehlt allerdings. Ebenfalls interessant, wenn auch nicht unbedingt überraschend: Laut Prof. Dr. Christian Wickert sei vor allem die "Dominanz des Gangsta-/ Straßenraps" auffällig. Der Großteil der untersuchten Alben sei eindeutig diesem "Subgenre zuzuordnen, das sich thematisch mit Normabweichungen und ihren Folgen befasst". 

"Von den 182 Künstlern und Gruppen in der Gesamtstichprobe verweisen 153 (84,1 %) in mindestens einem Liedtext auf die Polizei. Die Häufigkeit, mit der die Polizei in Liedtexten thematisiert wird, variiert unter den Künstlern und Gruppen jedoch stark und reicht von einem Lied bis zu 39 Liedern pro Künstler oder Gruppe."

Capital Bra rappt dabei im Schnitt am häufigsten über die Polizei. Dicht gefolgt von Herzog (Pun intended). Kandidaten wie Farid Bang und Haftbefehl kommen 'erst' auf Platz vier beziehungsweise fünf. Aber dabei müssen wir immer im Kopf behalten, dass es hier nur um die Alben geht, die es zwischen März 2015 und Dezember 2016 in die offiziellen deutschen Hiphop-Charts geschafft haben.


Foto:

Screenshot: Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1) http://criminologia.de/2017/12/darstellung-der-polizei-in-deutschsprachi...

Die gesamten Studien-Ergebnisse sollen als "Ich hab' Polizei" – Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. über den Verlag für Polizeiwissenschaft veröffentlicht werden. Wenn du wissen willst, wieso "Bulle" überhaupt eine Beleidigung sein soll, wirst du hier fündig. Zu den Studienergebnissen:

Darstellung der Polizei in deutschsprachiger Rap-Musik (Teil 1)

Dies ist der erste Teil einer Beitragsreihe zum Thema „Darstellung der Polizei im deutschsprachigen Rap". Die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie werden in Kürze erscheinen in: Wickert, Christian (im Erscheinen) „Ich hab' Polizei" - Die Darstellung der Polizei in deutschsprachigen Rapliedern. In: Anja Mensching & Astrid Jocobsen (Hrsg.) Empirische Polizeiforschung XXI.


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