Drake-Front, Gaming und Astrophysik: Die letzte Woche in 6 Punchlines

Ein einfacher Satz kann dein Leben verändern oder es zerstören. Rapper sind sowas wie die Dichter des neuen Jahrtausends. Sie bringen nur keine pfiffigen Sonette, sondern scheppernde Bars. Dabei muss nicht jede feierbare Line dem Battlerap entspringen. Auch Afro Trap beziehungsweise der aktuell laufende Sound hält Lines bereit, die sich in das Oberstübchen brennen. Wir haben mal die lyrischen Finessen der Woche ausfindig gemacht. Die Ansagen treffen zielischer, hauen Weltstars weg und sind in ihrer Auswahl natürlich super subjektiv.


Kein Reden über Bars ohne Lakmann. Aus der Mitte von Witten wird wieder geschossen. Im Zuge des Intros von Fear of a wack Planet makiert L-A-K sein Revier. Ein simples "Aaahhh" reißt zwar immer noch die Booth auseinander, aber auch die Battlerap-Zeilen gehen gut rein.

Auf einem Brett von Orange Field ruft er die musikalische Konkurrenz zu mehr Bildung auf, wenn er sie "aus Ehebetten in Leseecken" befördert. Die Essenz, von einem der sich nie für den Markt verbogen hat, steckt jedoch hier:

"Du wirst gehört und notiert von der Presse / Mein Rap burnt und poliert dir die Fr*sse"


Das neue Chimperator-Signing ist wahrhaft ein OG. Mit dem Lo-Fi-Trapentwurf von Funkvater Frank harmoniert Keemo wie Pommes mit Salz (oder eine andere Metapher von Dingen, die sich perfekt ergänzen). Kein Wunder, dass sich der Mannheimer MC selbst massiv beweihräuchert.

Mit den Sportfähigkeiten des untriebigsten Golfers unserer Zeiten, der edlen Maskulinität eines Opern-Stars und einer Überdosis Mode-Swag schnürt der Rapper wirklich ein Allstar-Paket - wie Kobe halt:

"Tiger Woods mit dem Golfschlag, Pavarotti mit Vollbart / Rollkragen-Sweater und goldene Ketten / Ich sehe so aus wie ein Allstar"

Bausa ist ein neuer Hit gelungen. Ja, dieser Tune bedient sich keiner heftigen Wortspiele und Textakrobatik. Das, was der Bietigheim-Bissinger abliefert, ist aber unendlich geschmeidig. Allein das Young Thug-Tribute-Video puncht für sich. Eine Line verankert sich auf der überdimensionalen Produktion von Jugglerz und The Cratez im Gedächtnis.

Baui strotzt nämlich vor Selbstbewusstsein und macht selbst vor Drake nicht halt. Er nutzt dessen Monster-Song Fake Love, um klarzumachen, dass er kein Problem damit hat, sich ohne Gefühlschaos auf eine Lady einzulassen:

"Oh Baby gib mir mehr von deiner Fake Love / und ich rede nicht von diesem sche*ß Drake-Song"

Wer Trap mit einem Schauspieltrick besiegen möchte, erfährst du hier ...

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Charts: Bausa macht unfassbare Moves und Gzuz entert die Top 10

Charts: Bausa macht unfassbare Moves und Gzuz entert die Top 10

Von Michael Rubach am 16.02.2018 - 16:19

In den Singlecharts geht es hoch her. Etliche Neueinsteiger haben es in die Top 100 geschafft. Ganz vorne dabei ist Gzuz, der mit "Was hast du gedacht" auf Platz #5 einschlägt. Damit kann der Hamburger seine dritte Top 10-Single nach "Ahnma" mit den Beginnern und "Millionär" mit Bandenkumpel Bonez MC verbuchen. Auch Azet kann sich im vorderen Drittel platzieren und trägt die "Ketten Cartier" auf Rang #27. 18 Karat und Farid Bang finden sich auf der #53 ein. Kurz dahinter taucht Fard auf, der nur fünf Plätze schlechter steht (#58).

Den bosshaftesten Move der Woche legt aber wohl Bausa hin. Sein Überhit "Was du Liebe nennst" ist einfach wieder zurück auf die #1 gesprungen. Damit steht er zum bereits neunten Mal an der Spitze des Rankings. Das dazugehörige Mixtape "Powerbausa" konnte übrigens auf Position #16 charten.

Offizielle Deutsche Charts

Chartupdate II: Wir haben euch alle Deutschrap-News mal in einem Post zusammengefasst: BAUSA mutiert zum "Powerbausa" und debütiert mit seinem Mixtape auf #16 der Offiziellen Deutschen Album-Charts....


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