Diddy, Eminem und Wiz Khalifa im Kampf gegen die Flint-Wasserkrise

Seit über einem Jahr herrscht in Flint, Michigan der Ausnahmezustand. Um kostengünstigeres Wasser für die Stadt zu beziehen, entschied man, Wasser aus einem umliegenden Fluss zu nutzen, anstatt wie zuvor aus Detroit.

Das Wasser, das über alten Rohre in die Haushalte gelangte, wurde so mit Blei verseucht. Erst über ein Jahr später stellte die Stadt die Wasserleitungen um, begann die Bevölkerung aufzuklären und bezog wieder Wasser aus Detroit. Für viele erkrankte Menschen und die nun verunreinigten Rohre kam diese Reaktion zu spät. Sämtliche Rohre müssen vermutlich komplett ausgetauscht werden.

Künstler wie Diddy setzen sich schon lange für die Bevölkerung in Flint ein. Er versprach, eine Million Flaschen mit sauberem Trinkwasser zu spenden. Außerdem konnte er auch Wiz Khalifa und Eminem dazu motivieren, die Stadt zu unterstützen. Letzterer wolle sogar solange spenden, bis Flint die Krise vollständig überstanden habe. 

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Rassismus bei H&M: The Weeknd wütet und viele stimmen ein

Rassismus bei H&M: The Weeknd wütet und viele stimmen ein

Von Michael Rubach am 09.01.2018 - 15:16

Dass Superstars mit Modeketten zusammenarbeiten, ist nichts Neues. Dass sich Superstars jedoch fürchterlich über die Zusammenarbeit aufregen und ihren Werbedeal kündigen, ist ungewöhnlich. Letzteres tat nun The Weeknd, der bis dato Werbeträger für den schwedischen Modegiganten H&M war.

The Weeknd on Twitter

woke up this morning shocked and embarrassed by this photo. i'm deeply offended and will not be working with @hm anymore...

Dass es keine kluge Idee ist, einen schwarzen Jungen mit einem Pullover posieren zu lassen, auf dem "Coolest Monkey In The Jungle" steht, hätte irgendjemanden wirklich auffallen können. Diese rassistische und selten dämliche Werbeaktion rief in Amerika einige Artists auf den Plan. Unter anderem Questlove, Diddy und A Tribe Called Quest platzierten ihre Meinungen zu der Werbeaktion in den sozialen Netzwerken.

I'm sure the apologies are a coming. And the ads will be pulled. I'm certain there will Be media fixers and whatnot and maybe a grand gesture like a donation to some charity (donations under these circumstances are the corporate version #SomeOfMyBestFriendsAre move if there ever was one) all this tells me about @HM is that the seats in the boardroom lack something...wanna take a guess?

21k Likes, 2,683 Comments - Questlove Gomez (@questlove) on Instagram: "I'm sure the apologies are a coming. And the ads will be pulled. I'm certain there will Be media..."

Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent glory!! Anything else is disrespectful.

373.6k Likes, 11.8k Comments - Diddy (@diddy) on Instagram: "Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent..."

If any Quester knows this little boy or his parents please have them email Companyofgreatnessinquiry@yahoo.com Thank You Guys!! #TheQuestIsOn

6,872 Likes, 132 Comments - ATCQ (@atcq) on Instagram: "If any Quester knows this little boy or his parents please have them email..."

Auch in Deutschland macht die Sache die Runde. Mortel, Sylabil Spill, Manuellsen und Megaloh melden sich hier zu Wort.

He s King Boi designed by GOD! #peepmywords

1,599 Likes, 33 Comments - Sylabil Spill (@sylabilspill) on Instagram: "He s King Boi designed by GOD! #peepmywords"

Pimpin pimpin #kingoftheworld

Gefällt 6,965 Mal, 138 Kommentare - #DrecksGMBH (@manuellsen_official) auf Instagram: „Pimpin pimpin #kingoftheworld"

Ihr habt es bestimmt alle mitgekriegt: H&M hatte in England eine Kollektion für Kinder unter anderem mit diesen beiden Bildern beworben. Seit dem gab/gibt es Aufruhr im Netz weil viele das Bild des schwarzen Jungen aufgrund des von ihm getragenen Hoodies mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the Jungle" als rassistisch und diskriminierend betrachten. Gleichzeitig gibt es scheinbar die weit verbreitete Meinung, dass alle die das als rassistisch sehen selbst rassistisch sind weil sie darauf aufmerksam machen und spalten wollen zwischen schwarz und weiss. All diesen Menschen die so argumentieren habe ich etwas zu sagen: Es kann nicht ernsthaft eure Logik sein mit der ihr versucht den strukturell vorhandenen Rassismus einfach abzutun! Wie menschenverachtend, geschichtlich uninformiert und empathielos muss man eigentlich sein um sowas behaupten zu können? Glaubt ihr ernsthaft wir wollen so gesehen werden und drängen uns selbst in die Opferrolle? Glaubt ihr das macht uns Spaß immer wieder verletzt zu werden, wütend zu sein und dafür zu kämpfen als gleichwertige Menschen behandelt zu werden? Selbst wenn ihr behauptet nicht rassistisch zu sein und keine Farbe zu sehen, selbst wenn ihr nicht die unglaublich schrecklichen Details der jahrhundertelangen kolonialen Ausbeutung kennt, die dem schwarzen Kontinent und all seinen Kindern und Kindeskindern angetan wurde und die bis heute wirtschaftlich, politisch und psychologisch nachwirkt, selbst wenn ihr nicht wisst, dass schwarze Menschen im letzten Jahrhundert hier in Zoos ausgestellt und begafft wurden so solltet ihr doch einfach rein menschlich die Fähigkeit haben Respekt und Mitgefühl zu entwickeln wenn Menschen zeigen, dass sie sich durch etwas wieder und wieder erniedrigt fühlen. Wie kann man sich als jemand der nicht betroffen ist herausnehmen drüber zu entscheiden ob jemand anderes diskriminiert wird? Ihr macht euch so stark uns wissen zu lassen dass wir aus eurer Sicht rumheulen, warum? Habt ihr eine Vorstellung wie hoffnungslos das macht? Wir wollen alle die schreckliche Geschichte hinter uns lassen aber das geht nur in dem man sich auf Augenhöhe damit auseinandersetzt und versucht Verletzungen zu heilen.#BSMG

Gefällt 1,173 Mal, 198 Kommentare - MEGALOH (@megaloh.official) auf Instagram: „Ihr habt es bestimmt alle mitgekriegt: H&M hatte in England eine Kollektion für Kinder unter..."

Viele nutzen die Möglichkeit zum kreativen Protest und versuchen das Bild positiv umzudeuten. Mit Krone und einem anderem Aufdruck wird aus dem jungen Model schnell ein König. Wie so ein Foto für eine offizielle Werbung ausgesucht werden konnte, bleibt schleierhaft und zeigt, dass bei Weitem nicht jeder für das Thema Rassismus sensibilisiert genug erscheint.

Das Modehaus meldete sich inzwischen auch zu Wort und gibt zu, einen Fehler gemacht zu haben. Gegenüber Pitchfork äußert sich ein Repräsentant des Unternehmens dahingehend, dass man sehr bedauere, überhaupt so ein Foto gemacht zu haben. Der Pullover werde fortan nicht mehr beworben und zudem komplett aus dem Sortiment genommen. Die Routinen haben versagt. In der Zukunft gelte es, alles dafür zu tun, dass so ein Fehler nicht mehr vorkommt.


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