Rassismus bei H&M: The Weeknd wütet und viele stimmen ein

Dass Superstars mit Modeketten zusammenarbeiten, ist nichts Neues. Dass sich Superstars jedoch fürchterlich über die Zusammenarbeit aufregen und ihren Werbedeal kündigen, ist ungewöhnlich. Letzteres tat nun The Weeknd, der bis dato Werbeträger für den schwedischen Modegiganten H&M war.

The Weeknd on Twitter

woke up this morning shocked and embarrassed by this photo. i'm deeply offended and will not be working with @hm anymore...

Dass es keine kluge Idee ist, einen schwarzen Jungen mit einem Pullover posieren zu lassen, auf dem "Coolest Monkey In The Jungle" steht, hätte irgendjemanden wirklich auffallen können. Diese rassistische und selten dämliche Werbeaktion rief in Amerika einige Artists auf den Plan. Unter anderem Questlove, Diddy und A Tribe Called Quest platzierten ihre Meinungen zu der Werbeaktion in den sozialen Netzwerken.

I'm sure the apologies are a coming. And the ads will be pulled. I'm certain there will Be media fixers and whatnot and maybe a grand gesture like a donation to some charity (donations under these circumstances are the corporate version #SomeOfMyBestFriendsAre move if there ever was one) all this tells me about @HM is that the seats in the boardroom lack something...wanna take a guess?

21k Likes, 2,683 Comments - Questlove Gomez (@questlove) on Instagram: "I'm sure the apologies are a coming. And the ads will be pulled. I'm certain there will Be media..."

Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent glory!! Anything else is disrespectful.

373.6k Likes, 11.8k Comments - Diddy (@diddy) on Instagram: "Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent..."

If any Quester knows this little boy or his parents please have them email Companyofgreatnessinquiry@yahoo.com Thank You Guys!! #TheQuestIsOn

6,872 Likes, 132 Comments - ATCQ (@atcq) on Instagram: "If any Quester knows this little boy or his parents please have them email..."

Auch in Deutschland macht die Sache die Runde. Mortel, Sylabil Spill, Manuellsen und Megaloh melden sich hier zu Wort.

He s King Boi designed by GOD! #peepmywords

1,599 Likes, 33 Comments - Sylabil Spill (@sylabilspill) on Instagram: "He s King Boi designed by GOD! #peepmywords"

Pimpin pimpin #kingoftheworld

Gefällt 6,965 Mal, 138 Kommentare - #DrecksGMBH (@manuellsen_official) auf Instagram: „Pimpin pimpin #kingoftheworld"

Ihr habt es bestimmt alle mitgekriegt: H&M hatte in England eine Kollektion für Kinder unter anderem mit diesen beiden Bildern beworben. Seit dem gab/gibt es Aufruhr im Netz weil viele das Bild des schwarzen Jungen aufgrund des von ihm getragenen Hoodies mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the Jungle" als rassistisch und diskriminierend betrachten. Gleichzeitig gibt es scheinbar die weit verbreitete Meinung, dass alle die das als rassistisch sehen selbst rassistisch sind weil sie darauf aufmerksam machen und spalten wollen zwischen schwarz und weiss. All diesen Menschen die so argumentieren habe ich etwas zu sagen: Es kann nicht ernsthaft eure Logik sein mit der ihr versucht den strukturell vorhandenen Rassismus einfach abzutun! Wie menschenverachtend, geschichtlich uninformiert und empathielos muss man eigentlich sein um sowas behaupten zu können? Glaubt ihr ernsthaft wir wollen so gesehen werden und drängen uns selbst in die Opferrolle? Glaubt ihr das macht uns Spaß immer wieder verletzt zu werden, wütend zu sein und dafür zu kämpfen als gleichwertige Menschen behandelt zu werden? Selbst wenn ihr behauptet nicht rassistisch zu sein und keine Farbe zu sehen, selbst wenn ihr nicht die unglaublich schrecklichen Details der jahrhundertelangen kolonialen Ausbeutung kennt, die dem schwarzen Kontinent und all seinen Kindern und Kindeskindern angetan wurde und die bis heute wirtschaftlich, politisch und psychologisch nachwirkt, selbst wenn ihr nicht wisst, dass schwarze Menschen im letzten Jahrhundert hier in Zoos ausgestellt und begafft wurden so solltet ihr doch einfach rein menschlich die Fähigkeit haben Respekt und Mitgefühl zu entwickeln wenn Menschen zeigen, dass sie sich durch etwas wieder und wieder erniedrigt fühlen. Wie kann man sich als jemand der nicht betroffen ist herausnehmen drüber zu entscheiden ob jemand anderes diskriminiert wird? Ihr macht euch so stark uns wissen zu lassen dass wir aus eurer Sicht rumheulen, warum? Habt ihr eine Vorstellung wie hoffnungslos das macht? Wir wollen alle die schreckliche Geschichte hinter uns lassen aber das geht nur in dem man sich auf Augenhöhe damit auseinandersetzt und versucht Verletzungen zu heilen.#BSMG

Gefällt 1,173 Mal, 198 Kommentare - MEGALOH (@megaloh.official) auf Instagram: „Ihr habt es bestimmt alle mitgekriegt: H&M hatte in England eine Kollektion für Kinder unter..."

Viele nutzen die Möglichkeit zum kreativen Protest und versuchen das Bild positiv umzudeuten. Mit Krone und einem anderem Aufdruck wird aus dem jungen Model schnell ein König. Wie so ein Foto für eine offizielle Werbung ausgesucht werden konnte, bleibt schleierhaft und zeigt, dass bei Weitem nicht jeder für das Thema Rassismus sensibilisiert genug erscheint.

Das Modehaus meldete sich inzwischen auch zu Wort und gibt zu, einen Fehler gemacht zu haben. Gegenüber Pitchfork äußert sich ein Repräsentant des Unternehmens dahingehend, dass man sehr bedauere, überhaupt so ein Foto gemacht zu haben. Der Pullover werde fortan nicht mehr beworben und zudem komplett aus dem Sortiment genommen. Die Routinen haben versagt. In der Zukunft gelte es, alles dafür zu tun, dass so ein Fehler nicht mehr vorkommt.

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Starboy
Datum: 2016-11-25
Verkaufsrang: 1422
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Kommentare

Bla bla bla, immer dieses zurückrudern und entschuldigen. Wäre wohl keinem aufgefallen, wenn nicht wieder diese ganzen maximalpigmentierten Dummköpfe zu Wort melden würden. Kaufe jetzt erst recht bei H&M!

Was für Affen! 1. Benutzt man das Wort Affe als Beleidigung für jeden nicht nur für Schwarze. 2. Keiner in Europa hat Sklaven gehalten und hat daher keine Affinität zum Ausdruck. 3. Als ob das H&M als Beleidigung auf ihre Tshirts gedruckt. Mit Affe ist das Tier und nicht die Beleidigung gemeint.
4. Am besten keine Schwarzen mehr casten damit keiner der Sensibelchen wegen jeder Kleinigkeit rumheult. Denn hätte ein nicht Schwarzer den Pulli getragen gäbs das Problem nicht. Als nächstes darf man wahrscheinlich nicht mehr Ketten sagen weil Sklaven in Ketten gehalten wurden.

Keine Sklaven gehalten? Digga! Informier dich mal über Kolonialismus was meinste wo die weißen herkamen die in Afrika gewütet haben? So viel ignoranz sollte eigentlich wehtun! Allein dieser Punkt macht das man dich leider nicht ernstnehmen kann. Natürlich gäbe es das Problem nicht hätte es ein weißer Getragen... die wurden in der Geschichte ja auch nicht wie Tiere behandelt und als niedere primitivere Wesen abgestempelt und in Käfigen gehalten!

Jaja ist klar, es gibt natürlich keinen Rassismus gegen Menschen mit weißer Hautfarbe, gab es auch noch nie. Und wie man Menschen mit weißer Hautfarbe betitelt ist auch egal und verletzt niemanden. Rassismus gibt es nur, wenn es gegen Menschen gerichtet ist, die dunkel sind. Wahrscheinlich wachen die Menschen erst auf, wenn die schwarze Herrenrasse alle anderen versklavt. Höre nie wieder The Weeknd oder die anderen Trottel, die sich grad mit ihren Beschuldigungen in dem sklaverei schmerz suhlen, den sie nie erlebt haben. Zum kotzen diese schwarzen und weißen Rassisten!

Wow hat zwar eigentlich schon genug gesagt, aber da ihr in der Schule nicht aufzupassen scheint, nun mal ein wenig Nachhilfeunterricht. Wer etwas lernen will, sollte den Beitrag GENAU durchlesen.

Gast 2:
1. Historisch wurde der Ausdruck "Affe" schon häufiger für Menschen dunkelhäutiger Abstammung genutzt.
Auf der Wiki-Seite zum Thema "Rassismus im Fußball" findet sich bspw. ein Fall von 2006, in dem der Spieler Samuel Eto'o von gegnerischen Fans mit Affengekreische "begrüßt" worden ist. Schon dieser Wiki-Artikel sollte ausreichen, um die Problematik zu verdeutlichen. Und als kurzer Hinweis: Diese Form des ausgelebten Rassismus findet sich nicht nur in Deutschland wieder. Bei Interesse weiterlesen!

Hier der Link: de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_im_Fu%C3%9Fball

Zugegeben. Natürlich KANN der Ausdruck als nicht-rassistisch gemeinte Beleidigung verwendet werden, im Hinblick aufs Aussehen (also "du bist hässlich", nicht im Hinblick auf die Hautfarbe) oder die Intelligenz.
Betrachtet man aber das Gesamtbild: Affe (Herkunft: Tropische/Subtropische Regionen Afrikas, Amerikas, Asiens (Quelle: Wiki)), zieht die Verbindung zur Sklaverei bzw. Apartheid (Dunkelhäutige von Natur aus minderwertig, DUMM(!), usw.), führt sich vor Augen, dass es in Afrika Regenwälder (Jungle) gibt, und sieht dann die Hautfarbe des Jungen.
Mal abgesehen davon, dass der Begriff "Affe" generell beleidigend aufgefasst werden kann, MUSS man zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass es sich hier um Rassismus handelt.

2. Beschäftige dich mal mit Kolonialismus und der Besiedelung Amerikas durch die Europäer.

3. Und genau da liegt doch das Problem.
Warum sollen Kinder, ungeachtet der Hautfarbe, mit einem Pulli rumrennen, der sie als Affen bezeichnet? Einem Begriff, der im Hinblick auf Menschen, ob rassistisch oder nicht, negativ konnotiert ist?
Klar, man kann es humorvoll auffassen, und auf Verhaltensweisen des Kindes beziehen.
Dennoch bleibt die Gleichstellung Kind-Affe.
Wäre es ein weißes Kind, könnte man zumindest darüber diskutieren, ob es beleidigend ist, denn ein Kasper, der in der Schule nur Quatsch macht, nicht auf seine Eltern hört, hibbelig ist (und unter Umständen an ADHS "leidet", sofern man darin wirklich eine Krankheit sehen will), könnte umgangssprachlich ebenfalls als Affe bezeichnet bzw. beleidigt werden.
Aber dann noch ein dunkelhäutiges Kind hinzustellen, trotz der generell bekannten Historie, IST einfach rassistisch.

4. Ich denke, dass ich verdeutlichen konnte, dass der Pulli generell fragwürdig ist, auch wenn ein weißes Kind ihn angehabt hätte.
Und dein Beispiel ist vollkommen unangebracht. Denn erstens können Ketten auch Schmuck sein, zweitens bedeutet bspw. "jemanden in Ketten legen" nichts anderes als "jemanden verhaften/gefangen nehmen". Und wenn bspw. davon berichtet wird, dass Will Smith in Ketten gelegt wurde, weil er jemanden ermordet hat, dann ist das eine vollkommen akzeptable Formulierung, auch wenn man es in der Form wohl eher nicht lesen würde, da die Formulierung "in Ketten legen" zumindest nach meinem Gefühl etwas veraltet ist.
Sagt man allerdings, dass man will, dass Will Smith in Ketten gelegt wird, weil er schwarz ist, oder weil er aus Amerika kommt, oder auf Grund seiner Religion, dann ist das genauso rassistisch, wie diesen Pulli mit einem dunkelhäutigen Kind zu bewerben. Mit einem weißen Kind wäre es zumindest beleidigend, je nach Auffassung.

Noch ein abschließendes Beispiel. Guck dir mal bitte dieses Bild an, und sag mir: grenzwertig/rassistisch oder nicht?
archive.li/2vKhX/e363bec8bf8c4bec7efe7e6118b293065ff07a25.jpg

Gast 4:
Natürlich gibt es Rassismus gegenüber Menschen mit weißer Hautfarbe. Das ist allerdings überhaupt nicht von Bedeutung bei der Thematik hier.
Zum einen hat der Rassismus gegen Menschen mit weißer Hautfarbe nur eine sehr marginale Bedeutung in der westlichen Welt, da die westliche Welt nach wie vor von Menschen mit weißer Hautfarbe dominiert wird.
Zum anderen würde ich behaupten, dass der Rassismus, der sich auf weiße bezieht, vor allem in den amerikanischen Ghettos ausgelebt wird. Also in den Orten, in denen auf Grund der historischen, rassistisch motivierten, politischen und gesellschaftlichen Exklusion fast ausschließlich dunkelhäutige Menschen leben. Zu Zehn- und Hunderttausenden. In nur einer Stadt. Im Westen Chicagos bspw. 300000 Einwohner. 96-99% schwarz.
Nur so nebenbei: Damit kommt alleine das amerikanische Ghetto dem Nahe, was ursprünglich als Ghetto bezeichnet wurde. Und zwar die Judenviertel Europas. (Quelle: Wacquant: "Schluss mit der Legende von den Cité-Ghettos", "Die soziale und symbolische Transformation des schwarzen Ghettos").
Oder kurz gesagt: Viertel, die einzig und alleine auf Grund der Ethnie eine Stadt innerhalb der Stadt darstellen, mit eigenen (v.a. kirchlichen) Sozialisierungsangeboten, einer eigenen Infrastruktur, usw., die aus dem inneren heraus entstanden sind, da der Staat Amerika sich immer weiter aus diesen Vierteln zurückgezogen hat (ebenfalls nachzulesen bei Wacquant).
Die weiße Bevölkerung in der gesamten westlichen Welt teilt diese kollektiv gemachten Erfahrungen der schwarzen Bevölkerung nicht. Ebenso wenig, wie die kollektive Erfahrung der Sklaverei, die die schwarze Bevölkerung durch große Teile der weißen Bevölkerung erfahren musste.
Natürlich gibt es auch rassistische Anfeindungen weißen, oder deutschen gegenüber. Das kann man stellenweise in Frankreich erleben, das kann man in Deutschland erleben, wo es Leute aus dem arabisch-afrikanisch-türkischen-muslimischen (ich entschuldige mich für diese Formulierung, aber habe diese Aussagen v.a von Personen mit diesen ethnischen Hintergründen vernommen, auch wenn es mit Sicherheit bspw. auch Ost- oder Südeuropäer gibt, die so etwas sagen) Raum gibt, die von "****** Deutschen" oder "Kartoffeln" sprechen, man kann sich aber auch die amerikanischen Soldaten anschauen, die die deutschen im zweiten Weltkrieg als "Krauts" bezeichnet haben. Dennoch stehen diese Anfeindungen in keinem Verhältnis zu den Erfahrungen, die die GESAMTE schwarze Bevölkerung über Jahrzehnte und Jahrhunderte machen musste und immer noch macht - Nicht umsonst kam erst vor ein paar Jahren die "Black Lives Matter" Bewegung auf.
Hier noch ein paar jüngere Artikel zum Thema (habe sie selbst nicht gelesen, sondern nur nach der Überschrift geguckt, die Google mir vorgeschlagen hat):

zeit.de/wirtschaft/2016-07/usa-weisse-schwarze-diskriminierung-oekonomische-unterschiede
zeit.de/politik/ausland/2017-10/afroamerikaner-usa-donald-trump-nfl-diskriminierung-studien
tagesschau.de/multimedia/bilder/statistik-diskriminierung-usa-100.html
manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/rassismus-in-den-usa-in-zahlen-a-1102062.html

Aus diesem Grund ist es jedoch LÄCHERLICH, mit dem Finger auf andere Rassisten zu zeigen, denn auch wenn schwarze und weiße auf dem Papier gleichberechtigt sein mögen, ist das in der Realität de facto noch nicht der Fall. Natürlich kann sich Rasssismus gegen jede Art von Mensch richten, siehe Diskusionnen um die Frauenquote, ***ismus-Debatten, etc.
Aber all das ist nicht gleichzusetzen mit der Geschichte der dunkelhäutigen Bevölkerung dieses Planeten. Und daher hat jeder dunkelhäutige Mensch der Welt das Recht, sich darüber aufzuregen, genauso wie jede Frau das Recht hat, sich über irgendwelche ***istischen Annäherungen im Beruf aufzuregen. Zugegeben, vielleicht haben sie die Sklaverei nicht am eigenen Leib erfahren. Aber was ist mit ihren Großeltern, die ihre Erfahrungen an ihre Kinder weitergeben?

Was haben denn deine/eure Großeltern im zweiten Weltkrieg gemacht? Mein Opa war auf einem U-Boot stationiert, sein Vater war Kommunist. Wir gehen seit ca. 3 Jahren zum Geburtstag meiner Oma in einem kroatischen Restaurant essen, die beiden sind nach dem Krieg regelmäßig ins Ausland (u.a. Frankreich, Spanien, Kroatien) in den Urlaub gefahren, es ist also durchaus fraglich, dass die beiden Nazis waren. Dennoch waren sie Teil des Systems. Wenn auch (mehr oder weniger) gezwungenermaßen.

Ich war mal mit einem Iraner und einem Kurden (ich glaube, dass er Kurde war, vielleicht irre ich mich), am Bahnhof unterwegs. Ich hing etwas zurück, keine Ahnung, ob ich mir eine Zigarette angezündet habe, oder mir etwas zu essen geholt hatte, irgendwie sowas war es. Die beiden wurden von der Polizei angesprochen. Ausweiskontrolle. Der Zug des einen wäre in 3 Minuten abgefahren, er musste zur Arbeit. Ich kam dazu und fragte, ob ich meinen Ausweis auch vorzeigen soll. Der eine der beiden Cops sah mich an, und meinte daraufhin, dass wir gehen können. Racial Profiling? Ja oder Nein? Wohlgemerkt, das war ca. 2012, also noch vor dem medialen Auftreten der "Flüchtlingskrise".
Ich gehe mal davon aus, dass du deutscher bzw. ein Mensch mit weißer Hautfarbe bist. Wie oft machst du solche Erfahrungen? Und wie oft, glaubst du, machen Südlander/Araber/Afrikaner etc. solche Erfahrungen? Hier, in Europa, in Amerika?

Ich bin auch der Meinung, dass die Rassismuskeule tw. unbegründet geschwungen wird. Aber in DIESEM Fall ist es mehr als nur akzeptabel.

Denkt mal darüber nach!

Mit freundlichen Grüßen, ein weißer Deutscher - so blöd diese Kategorisierung auch ist.

Weiße wurden nicht wie Tiere gehalten?? Also gab es keine Weißen Sklaven während des Arabischen Sklavenhandels?? Du solltest dich mal lieber über Geschichte informieren bevor du das Maul aufreißt

Kollege, Du schreibst einen riesen Text um darin den Rassismus von dunkelhäutigen Menschen gegenüber hellhäutigen zu verharmlosen, mindestens jedoch relativieren. Und kommst sogar mit der "das muss man doch verstehen"-Keule ("jahrhunderte Sklaverei blablabla"). Das erinnert mich halt stark an die "Das muss ja mal gesagt werden dürfen" -Bürger.

Sag mir was Du willst, aber Rassismus ist Rassismus, egal von welchem Menschen er kommt. Und es gibt nun mal im Jahr 2018 immer noch einige Rassisten auf der Welt. Aber sie verstecken sich mittlerweile viel besser und sind kaum noch auf den ersten Blick erkennbar. So Leute wie Puffy und ein The Weeknd gehören allerdings dazu.

Insgesamt sich wegen einem KINDER-Pulli so aufzuregen, wo das wahrscheinlich das kleine Kind so etwas wahrscheinlich gerne getragen hätte, weil Kinder einfach auch gern mal wenn sie spielen kleine Äffchen sind. Für die ist das lustig. Die sind noch nicht so dumm-rassistisch denkend wie viele Erwachsene.

Wenn die Hautfarbe wirklich so egal wäre, dann würde kein egal wie pigmentierter Mensch mehr überhaupt so eine spaltende ******** von sich geben wie die, die sich andauernd über so Kleinigkeiten, die mit Sicherheit von niemandem so gemeint wurden beim Design, aufregen.

Da sitzen paar Wahnsinnige an ATOMBOMBEN und ihr regt euch über nen Kinderpulli auf. Ihr seit voll die Affen ;)

P.S. Ich bin ein Südländer, wie er im Buche steht, mit dunklem Bart und so. Kein Mensch, der nicht selber ein Rassist ist, sollte aus einer imaginär erzeugten "Kollektivschuld" heraus, von einem anderen Menschen eine Sonderbehandlung erhalten. Und das blacklisting von normalen Wörtern aus Befindlichkeitsgründen finde ich auch lame....

Was eine heuchlerische Welt:
The Weekend und G-Eazy kündigen Kooperation. Diddy und viele weitere Rapper gehen auf Konfrontation. Viele dieser Künstler haben Kooperationen mit großen Modemarken wie Nike usw. bei denen Kinderarbeit und unmenschliche Arbeitsbedingungen geduldet werden. Ich möchte den fehltritt von H&M nicht herabsetzen, jedoch entsteht der Eindruck, das eine Konfrontation zum Eigenvorteil genutzt wird.

Rein Hypothetisch: Was ist, wenn durch den Imageschaden von H&M ein "Schwarzer" seinen Job verlieren würde, weil der Umsatz sinkt? Dann ist das Geschrei wieder groß. Sehr kurzfristig Gedacht meine Damen und Herren. Man könnte den fehltritt von H&M auch positiv nutzen und eine anti Rassismus Kampagne starten. H&M wäre für diesen Vorschlag mit einer starken Kooperation sicherlich offen.

Gast:
Zum Thema "versklavte Weiße": Ca. 1,25 Millionen weiße Sklaven (in der muslimischen Welt) gegen ca. 29-41 Millionen schwarze Sklaven.

(Quellen:
welt.de/print-wams/article108350/Frische-Ware-aus-Europa.html
welt.de/wams_print/article883552/16-19-Jahrhundert-Millionen-Schwarzafrikaner-wurden-als-Sklaven-nach-Amerika-und-Arabien-verschleppt.html)

Zugegeben, es gab bestimmt noch viel mehr Fälle von Versklavung, in denen weiße die Opfer waren (wie sah denn der Arbeitsmarkt in den Anfängen der Industrialisierung aus?), aber diese Zahlen, auch wenn ich sie nur bedingt für bare Münze nehmen würde, da es mit Sicherheit seriösere Quellen gibt, als die Welt, sprechen doch für sich.

ich gehe davon aus, dass sich kaum ein Volk dieser Welt im Hinblick auf Menschenhandel und Sklaverei mit Ruhm bekleckert hat. Für einen genaueren Vergleich fehlt mir die Zeit, aber sollten diese Zahlen im Hinblick auf schwarze Sklaven auch nur annähernd seriös sein, dann ist das schon eine ganze Menge. Und ob es ähnlich viele weiße Sklaven im Laufe der Geschichte gab, müsste genauer überprüft werden.

Wenn du allerdings Zahlen für mich hast, aber mit Quelle, dann wäre ich dir dankbar.

Julius:
Ich bin der Meinung, dass JEDER ein Recht (und auch die Pflicht) hat, sich über Rassismus in dieser Form aufzuregen. Warum ich es für rassistisch halte, habe ich oben erläuert.

GRADE wenn man Rassismus generell verteufelt, sollte man sich darüber beschweren. Denn meiner Meinung nach gefährdet diese Form von Rassismus das generelle Zusammenleben der gesamten globalen Bevölkerung - einerseits in Städten, Gemeinden, Ländern, aber auch international. Denn diese und andere Formen von Rassismus bringen nur noch weiteren Rassismus mit sich - wie bspw. in amerikanischen Ghettos. Ich denke 8 Mile hat jeder von uns gesehen. Und ich würde schon sagen, dass B-Rabbit da auch rassistisch angegangen wird. Auch wenn es sich hier um eine Inszenierung handelt, wird ja genau das auch von Wacquant beschrieben, das hatte ich im anderen Beitrag ja bereits angedeutet.

Es ging mir nicht darum, Rassismus weißen gegenüber zu verharmlosen, sondern zu vedeutlichen, warum es hier nicht darum geht. Denn in diesem Fall handelt es sich nun mal nicht um Rassismus gegenüber Weißen.
Und hier zu argumentieren von wegen "Ja aber Weiße sind auch von Rassismus betroffen, da juckt es keinen", ist in meinen Augen einfach fehl am Platz. Denn genau das ist hier nicht das Thema. Und das hat was von "Ja aber die sind auch böse, also dürfen wir das auch". Die Menschheit hätte es nicht soweit gebracht, wenn jeder so denken würde.

Und ja, ich bin der Meinung, dass man verstehen muss, dass sich darüber aufgeregt wird.
Mal Ein Beispiel:
Nehmen wir an, du, oder vielleicht noch besser, dein Vater wurde in der Schule gemobbt. Er litt seitdem an Depressionen, Minderwertigkeitskomplexen, etc. Du bekommst das im Laufe deines Lebens natürlich mit, ihr sprecht darüber etc. Jetzt bekommst du ein Kind. Gehen wir jetzt vom schlimmsten aus. Dein Vater stürzt wieder in Depressionen und versucht sich umzubringen. Dein Kind ist alt genug, dass es davon in irgendeiner Form etwas mitbekommt. Und irgendwann sprecht ihr darüber. Es erfährt vom Mobbing, das in der Schule stattgefunden hat. In seiner Klasse gibt es jemanden, der vom Großteil der Klasse gemobbt wird. Wie wird er damit unter Umständen umgehen, nachdem er das erfahren hat?

So, zurück zum Thema. Die Großeltern wie vieler schwarzer waren Sklaven? Wie viele Freunde, Geschwister, andere Verwandte von schwarzen Großeltern waren Sklaven? In wie vielen schwarzen Familien wird also über die Sklaverei gesprochen werden? In wie viele Kinder fließt, je nach Maß an Empathie, ein, wenn auch kleiner Teil, des Schmerzes dieser Erfahrungen mit ein? Wie viele rassistische Erfahrungen machen sie selbst im Leben?

Ich hatte im ersten Post von meinem Opa gesprochen. Meine Oma hat mir von ihrer Flucht im Krieg erzählt. Im Verlauf dieser Flucht ist eines ihrer Kinder erkrankt und gestorben. Ihre Eltern sind in dem Ort geblieben, in dem sie gelebt hatten. Die hat sie nie mehr wieder gesehen. Sie hat geweint, als sie das erzählt hat.

Ich frage nochmal: In wie vielen schwarzen Familien haben Kinder ihre Eltern oder Großeltern so weinen sehen, wenn darüber gesprochen wurde?

Den Schmerz nachempfinden kann keiner. Aber manche sind mehr oder weniger dazu in der Lage, zumindest mitzufühlen. Und je weniger Distanz zwischen den Menschen liegt, umso größer wird auch das Mitgefühl.

Haben Juden das Recht, sich über Holocaustleugner aufzuregen? Ja, haben sie. Müssen sie dafür den Holocaust überlebt haben?
Haben schwarze das Recht, sich über Rassismus aufzuregen? Ja. haben sie.
Haben ******e das Recht, sich über Homophobie aufzuregen? Ja, haben sie. Müssen sie dafür Homophobie erfahren haben?
Haben Frauen das Recht, sich über ungleiche Bezahlung bei der Arbeit aufzuregen? Ja, haben sie.
Muss man das verstehen? Ja, muss man.
Denn nur durch das Verständnis kann sich die Menschheit zum Wohle aller weiterentwickeln.

Warum du mich deswegen auf eine Stufe mit den "Das muss ja mal gesagt werden...."-Bürgern stellst, deren Sätze ja doch in einer ganz anderen Richtung enden, als meine Äußerungen, verstehe ich daher nicht. Auf mich wirkt es allerdings so, als würdest du dich mit deiner "Aber die sind doch auch rassistisch"-Argumentation auf dieser Ebene bewegen.

Vielleicht habe ich Rassismus gegenüber weißen verhamlost, auch wenn das mit Sicherheit nicht die Intention des Beitrags war. Aber ich würde davon ausgehen, dass der umgekehrte Fall ein deutlich größes Problem darstellt, du kannst mir gerne Belege für das Gegenteil liefern.

Oder willst du mir unterstellen, dass ich der Meinung bin, dass man Rassismus gegenüber weißen verstehen muss? Denn wo ich das gesagt haben soll, musst du mir mal zeigen. Und wie man das aus der Argumentation meines ersten Beitrags herauslesen kann, ist mir auch nicht ganz klar.

Ansonsten würde ich dir im Großen und Ganzen zustimmen. Aber warum TheWeekend ein Rassist sein soll, nur weil er die Zusammenarbeit mit H&M kündigt, ist mir nicht klar.
Questloves Beitrag würde ich ebenfalls nicht rassistisch einstufen, einzig Diddys Beitrag hat auf Grund des "königlich und von Gott gesandt" Inhalts einen rassistischen Beigeschmack. Blöd formuliert ja, aber im Grunde genommen fordert er auch nur Respekt ein. Und das Recht hat er in meinen Augen schon. Ob er Respekt für das Mensch sein oder die Hautfarbe einfordert, bleibt natürlich offen.

Megaloh (den ich auch musikalisch sehr schätze) hat das ganze ziemlich gut auf den Punkt gebracht, wie ich finde.

Ich verstehe auch, was du mit spaltendem Verhalten meinst, finde aber, dass es historisch betrachtet klar sein sollte, dass sich da jemand verletzt fühlen könnte. Aber bei der Diskussion kommt man vom hundersten ins tausendste, da so die Grundsatzfrage aufgeworfen wird, ob man ALLES sagen darf, oder ob ALLES zensiert wird.
Ich denke aber, dass es das Beste wäre zu versuchen, niemanden zu verletzen, auch wenn das natürlich passieren kann. Dann sollte es aber auch kein Problem sein, darauf aufmerksam gemacht zu werden, auch wenn der Ton harsch ausfällt.
Und grade der Ton des ersten Kommentars ist absolut unangebracht, wie ich finde. Der zweite ist inhaltlich einfach vollkommen falsch und auch bei deinem ersten Kommentar finde ich die Wortwahl sehr schwierig - auch wenn ich glaube, deinen Punkt zu verstehen.
Denn würden die Leute sich nicht mehr aufregen, gäbe es weniger Probleme, allerdings sind historisch vorangegangene Probleme ja erst der Grund, warum sie sich aufregen.
Bei den Beispielen, die ich oben genannt habe, und noch vielen mehr.
Und ich denke, dass das Aufregen dabei hilft, dass diese vorangegangenen Probleme nicht wieder in Vergessenheit geraten bzw. wieder aufleben zu lassen.
Stichwort AfD.

Auch deine Aussage zur Kollektivschuld ist verständlich. Aber wenn empfundene Kollektivschuld den kollektiven Wunsch hervorbringt, eine bessere/tolerantere/humanere/usw. Gesellschaft zu werden, ist sie dann schlecht? Oder kann man sie als nützliches Werkzeug betrachten? Schadet es dann, an sie zu appelieren?

X hat natürlich Recht, auch diese Frage steht definitiv im Raum und wirft das ganze doch in ein fragliches Licht, denn auch H&M ist meines Wissens nach nicht der beste Arbeitgeber - Stichwort Kinderarbeit.

So, das wars. Viel zu lange wieder :D

Das Blacklisting gehört abgeschafft.

Die Menschenaffen oder Hominidae, eingedeutscht auch Hominiden, sind eine Familie der Primaten. In dieser werden die vier heute lebenden Gattungen Gorillas, Homo (Menschen), Orang-Utans und Schimpansen zusammengefasst, insgesamt acht anerkannte rezente Arten.

MENSCHEN SIND PER DEFINITION AFFEN! ALLE MENSCHEN.

"when you look at US" (auszug aus puffys text) impliziert im Gesamtkontext ja wohl voll und ganz, das er damit Menschen mit dunkler Pigmentierung meint. Damit grenzt er alle Menschen mit dunkler Pigmentierung von den anderen ab. Gibt es kein Anrecht auf respektvollen Umgang für alle Menschen? Sind wir nicht alle die "Krone der Schöpfung"?

Lieber ??, wahrscheinlich sind wir beide im Kern sehr nah beieinander. Im konkreten Fall darf man allerdings nicht außer acht lassen, dass es sich um einen Kinderpulli handelte. Und wenn die Mom von dem Jungen keinen Rassismus gesehen hat, die ja wohl während des Shootings alles mitgekriegt hat, dann ist es ein Unding hinter diesem H&M-Pulli einen rassistischen Move zu sehen. Das dieser Junge für diesen Pulli modelt war bestimmt nicht von langer Hand geplant und mit Sicherheit hat kein Designer geplant, mit diesem Pulli einen rassistische Note zu setzen. Es wäre mit Sicherheit keine Diskussion entstanden, wenn den Pulli ein blonder Junge mit käsigfarbener Haut getragen hätte. Es hätte keiner gefragt "warum wird dieser Junge als Affe betitelt?" Meine Mom sagt oft zu meiner kleinen Cousine "Äffchen". Mir ist noch nie in den Sinn gekommen, dass so etwas rassistisch ist. Müsste ja rassistisch sein, die kleine ist auch eher dunkel vom Hauttyp her. Rassist bleibt für mich Rassist und da kann es ein puffy, ein weeknd oder eine Beatrix von Storch sein.

Ich wünsche mir ein friedliches Zusammenleben aller Menschen. Respekt für die Individualität sehe ich als persönliches Recht an, nicht als Recht einer künstlich geschaffenen Gruppe. Wir sind Menschen und wenn -egal wer- versucht uns in Schubladen zu stecken und auseinander zu dividieren aufgrund unseres Aussehens oder eines Persönlichkeitsmerkmals, dann gilt es sich dagegen zu stellen. Rassismus fängt für mich schon bei Kleinigkeiten an und ich lehne es grundlegend ab da mitzumachen.

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Nach rassistischer Werbung: P. Diddy macht jungem H&M-Model millionenschweres Angebot
H&M

Nach rassistischer Werbung: P. Diddy macht jungem H&M-Model millionenschweres Angebot

Von Yma Nowak am 10.01.2018 - 18:26

Obwohl das Foto des kleinen, schwarzen Jungen im "Coolest Monkey In The Jungle"-Hoodie ("coolster Affe im Dschungel") von H&M zurückgezogen und sich offiziell für die skandalöse Werbekampagne entschuldigt wurde, scheint der Schock über den vermeintlichen Rassismus noch tief zu sitzen.

Als Trostpflaster bot P. Diddy dem Jungen aus der Werbung laut www.hiphopoverload.com einen Werbevertrag in Höhe von einer Million Dollar an. Er dürfe in Zukunft für Diddys Modelabel Sean John modeln. 

Auch Künstler wie Questlove sowie A Tribe Called Quest meldeten sich zu Wort und äußerten ihr Mitgefühl. The Weeknd beendete sogar seine laufende Kooperation mit H&M. P. Diddys Statement gegen die schwedische Modekette ist aber wohl eines der offensivsten. Auf Instagram schrieb er außerdem:

Zeigt ein bisschen Respekt!

Dazu postete er ein gemaltes Bild von dem Jungen, das bereits viral ging. Es zeigt den Kleinen mit dem gleichen, grünen Hoodie. Verändert wurde lediglich die Aufschrift. "Coolest King in the World" ziert nun würdevoll den Pullover. 

Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent glory!! Anything else is disrespectful.

450.7k Likes, 14.3k Comments - Diddy (@diddy) on Instagram: "Put some respect on it!! When you look at us make sure you see royalty and super natural God sent..."

Bisher ist unklar, ob der Deal von den Eltern des Kindermodels angenommen wurde. Ein respektabler Umgang mit der brenzligen Situation ist es aber allemal von Diddy. Wir ziehen unseren Hut. 


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